partnerlook

Mit dem Einzug der vertikalen Ketten wie H&M, Mango und Zara bis in die entlegensten Shopping-Ecken der Welt, ging vielen von uns ein Hauch Individualismus und Exklusivität verloren. Unterbewusst haben wir uns unlängst der Uniformität hingegeben und suchen nun in kleinen, aber feinen Details die Abgrenzung zu anderen. Dabei finden wir, dass wohl durchdachte Partnerlooks weitaus mehr als nur #twinning sein können und, paradoxerweise, durch ihre Gleichförmigkeit erst einzigartig werden.

Das Streetstyle 1×1

Viele Fashionistas schwören auf den Partnerlook-Trick seit es Streetstylefotografen gibt. Denn das Auge wird automatisch auf das gelenkt, was sich wiederholt. Ergo: viel Aufmerksamkeit! Und, wie man sich denken kann, schöne Fotos. Denn gleiche Outfits sind ein dankbares Motiv. Entweder, weil sich die Farbwelt wiederholt, ein Muster mehrmals auftaucht oder Schnitte sich ähneln. Wir lieben einfach den Zwillings-, Drillings- oder sogar Vierlings-Look und neigen dazu, es eher zu liken. Und das 21. Jahrhundert liebt nunmal Likes. Es liegt also nahe, dass ein wohl dosierter Partnerlook alle Blicke auf sich zieht und uns zum Schwärmen bringt.

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Partnerlooks versprühen Girlgroup Feeling

Nun mögen einige sich an einstige Kinder Outfits erinnert fühlen, wenn sie an ein und dieselbe Klamotte denken. Stichwort: das Doppelte Lottchen. Fand man früher gar nicht cool, zumindest im Teenager Alter, auch wenn man genau dann dazu tendierte, sich seiner Clique optisch anzupassen – bis hin zur Uniformität. Eine Art Code; wie in einer Girlband. Und genau darin liegt heute der große Want-Faktor, denn war das nicht eine geile Zeit damals? In der die Spice Girls die Charts eroberten, TLC nur so vor Coolness strotze und Destiny’s Child die Kür der Partnerlooks beherrschten. Das wollen wir heute auch! Vielleicht aus einem Nostalgie-Bedürfnis heraus, vielleicht aber auch nur, weil wir heute die vermeintlich optisch besseren Mittel und Trends dazu haben. 

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Der Double Take

Denn 2019 stylen wir den Partnerlook nicht für das Showbusiness, sondern für ‚the gram’ – und da geben High Fashion Street Trends den Ton an. Wichtig ist, dass man sich für den gemeinsamen Auftritt nicht verkleidet, heißt: Jeder bleibt seinem persönlichen Stil treu. Man sucht sich vielmehr einen gemeinsamen Nenner. Sei es die gleiche Farbwelt, ein bestimmter Look (Suits, Kleid, Oberteil-Rock-Kommbi), ein Print, der unterschiedlich aufgegriffen wird oder mehrere Dinge gleichzeitig. Darauf baut man dann den Look auf und gleicht sich peut à peut an. Im Alltag sollte das Partnerlook-Barometer im niedrigen Bereich gehalten werden, damit aus Coolness nichts Gewolltes wird. Je fancier der Anlass, desto mehr ist möglich. Und wer weiß, vielleicht wird aus einer Uniformität ein Zugehörigkeitsgefühl. Wie damals in der Clique.

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