Messy Bun

Bereits vor Meghan Markle wollten wir alle den tief sitzenden, perfekten Messy Bun tragen, denn er ist nicht nur die ultimative ‚Ich kann alles’-Frisur, sondern kann elegant, sexy oder unangestrengt aussehen – und, weil das Haar nicht frisch gewaschen sein sollte, ist er ideal für bad hair days. Wenn er doch auch nur immer so leicht gelingen würde, wie er aussieht. Wir verraten euch wie ihr der Zufälligkeit beim Frisieren entgeht.

Der Dutt ist eine Wissenschaft für sich

Wer sich schon einmal vor dem Schlafen gehen die Haare zusammengebunden hat, am besten ohne Spiegel, wird sicherlich das ein oder andere Mal festgestellt haben, dass die Frisur dann immer am besten gelingt. Möchte man sein Können am nächsten Morgen erneut unter Beweis stellen, will das Haar dann nie so wie man selbst will. Das gilt besonders für vermeintlich leichte Looks, wie den Dutt oder genauer gesagt, den undone Dutt. Aber wir geben nicht so leicht auf und verraten, wie der Hybrid aus Dutt und Chignon mit nur wenigen Handgriffen und etwas Routine zu eurer neue Lieblingsfrisur avanciert.

Afterhomework SS19, Imaxtree

Das 1×1 des Messy Buns

Regel Nummer eins: Das Haar sollte etwas Griff haben, damit die Strähnen schöner fallen und die gesamte Frisur etwas mehr Struktur erhält. Dafür sollten sie nicht frisch gewaschen sein. Die besten Grundvoraussetzungen sind Haare, die vor ein oder zwei Tagen gewaschen wurden oder kurzum: bad hair days. Sollten sie doch einmal frisch aus der Dusche kommen, einfach etwas Haaröl in die Längen und Spitzen reiben und etwas Haarspray zum Finish dazugeben. Aber auch die Länge spielt eine wichtige Rolle beim Kreieren eines unordentlichen Nackendutts: Die Ideallänge ist schulterlanges oder langes Haar, das maximal bis zu den Schulterblättern reicht. Sind die Haare zu lang, wird der Dutt zu schwer und ist nicht mehr proportional zum Rest der Frisur. Sind sie zu kurz, lassen sich die Haare nur schwer einrollen.

Der nächste Schritt ist die Einstellung: Sie sollte beim Frisieren eines Messy Buns so sein, als würde man die offenen Haare nur mal eben schnell zusammenbinden, weil sie einem gerade ins Gesicht fallen. Wir wollen also nicht zu viel darüber nachdenken. Alles was wir brauchen ist also eine lockere Attitüde, ein Haargummi, das nicht zu dick und nicht zu eng ist und eventuell ein paar Haarnadeln für zu kurze Strähnen.
To-do: Das nicht zu streng gekämmte Haar hinter die Schultern werfen, dann einen Zopf im Nacken binden, aber – und das ist der Trick – die Länge des Zopfs zum Schluss nicht komplett durch das Haargummi ziehen, sodass die Spitzen wild herauskommen. Die vorderen Strähnen vom gestuften Haar dürfen oder sollen sogar ins Gesicht fallen. Es sollten aber auch nicht zu viele sein. Daher übrige Strähnen mit einigen Haarnadeln wegstecken. Die kleinen, sonst unschönen ‚Hubbel’ am Kopf wollen wir lassen. Sind sie schließlich Teil des ‚messy’ im Bun. Leichtes Haarspray kann am Ende dezent über den Kopf und den Dutt gesprüht werden, damit die Frisur auch den ganzen Tag hält und widerspenstige Härchen nicht dem Herbstwind zum Opfer fallen. C’est tout. Und wer doch ein wenig verzweifelt; nicht vergessen: Übung macht den Meister.