Dehnungsstreifen

Tiger Stripes – was für eine tolle Bezeichnung für etwas das Stärke, aber auch Mut symbolisiert. Im Deutschen wiederum klingt ‚Dehnungsstreifen’ weniger attraktiv. Die Risse im Bindegewebe stehen oftmals, im Zuge der eigenen Selbstoptimierung, für Ballast und einen Makel, den es zu entfernen gilt. Was wird heute gegen Stretch Marks getan? Und muss überhaupt ständig etwas gegen die Streifen unternommen werden?

Wie entstehen Dehnungsstreifen?

Bauch, Beine, Po – an jenen drei Stellen, die gerne mal in gleichnamigen Fitness-Kursen bearbeitet werden, setzen sich gerne und schneller Fettzellen an. Die Ausdehnung der Haut erzeugt winzige Risse in der Unterhaut, die wir als Dehnungsstreifen kennen. Die elastischen Kollagenfasern der Haut werden bis zum Maximum auseinander gezogen und reißen schließlich. Nicht nur eine Gewichtszunahme, auch schnelles Wachstum im Teenageralter oder eine Schwangerschaft können die Haut vor neue Herausforderungen stellen. Rund die Hälfte aller Frauen in Deutschland sind von Dehnungsstreifen betroffen. Der Grund liegt in unseren Genen: Ein schwaches oder starkes Bindegewebe wird meist vererbt und ist oftmals auch bei der eigenen Mutter oder Oma zu beobachten. 

Dehnungsstreifen

Was hilft 2021 gegen Dehnungsstreifen?

  1. Cremes gegen Dehnungsstreifen

Wer bereits im Vorfeld eine Schwangerschaft plant oder sich in den ersten Monaten befindet, kann das Bindegewebe zumindest mit einigen Cremes auf die bevorstehende Meisterleistung vorbereiten. Produkte mit enthaltenem Retinol (Vitamin A) können laut Dermatologen die epidermale Erneuerung und Kollagenproduktion fördern. Dadurch wegen abgestorbene Hautzellen entfernt und das Hautbild geglättet. Eine zusätzliche Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit pflegt obendrein und soll neue Schäden wirksam verhindern. 

2. Lasern gegen Dehnungsstreifen

Die Laserbehandlung zielt darauf ab, das Kollagen im Bereich der Dehnungsstreifen wiederherzustellen. Patient:innen erhalten ein Programm, das den Wiederaufbau der Dermis unterstützt. Dabei wird ein kollagenbildender Laser eingesetzt, um die Reparatur zu stimulieren. Ergänzend empfehlen sich Seren wie Hyaluronsäure, die das Hundertfache ihres Gewichts an Wasser aufnehmen und in der Haut halten kann. In der Regel sind mehrere Behandlungen von ca. 15 bis 30 Minuten nötig. 

3. Microneedling in der Eigenbehandlung

Der Gang zur Kosmetikerin ist bei dieser Methode nicht zwangsläufig nötig. Beim Mirconeedling in der Eigenanwendung wird ein Gerät mit vielen winzigen Nadeln verwendet, die in die Haut eindringen und minimale Verletzungen erzeugen. Der Vorgang stimuliert letztendlich die Neubildung von Kollagen und Elastin und trägt dazu bei, das Erscheinungsbild von Dehnungsstreifen zu verbessern. 

Keine Frage des Gewichts: Stretch Marks

Cellulite, Pickel, Dehnungsstreifen: Erscheinungen von denen wohl keiner im Leben gänzlich verschont bleibt. Umso wichtiger erscheint es, vermeintliche ‚Schönheitsmakel’ zu normalisieren. Dass selbst Topmodels wie Chrissy Teigen Stretch Marks auf ihrem Instagram Account zeigen, beweist: Dehnungsstreifen sind keine Frage des Gewichts, sonder vielmehr der Genetik. Warum die Streifen nicht einfach Streifen sein lassen und nur den Begriff (‚Tiger Stripes’ statt ‚Dehnungsstreifen’) verändern, statt den eigenen Körper?